Was ist Neuromuskuläre Therapie?

Die Neuromuskuläre Therapie ist eine Form der Osteopathie.

Behandelt werden vor allem Triggerpunkte in den Muskeln, die sich bilden, wenn dieser einen verminderten Stoffwechsel hat.

Das ist z.B. der Fall, wenn ein Muskel pausenlos arbeiten muss, was bevorzugt bei Menschen vorkommt, die viel am Schreibtisch sitzen. Der Kopf mit seinen ca. 10 Kg Gewicht wird dabei fast ausnahmslos vor der Mittelachse des Körpers gehalten. Und wer hält diese 10 Kilo? Eine Vielzahl von langen und kurzen Muskeln aus den Bereichen des Nackens, der Schultern und des oberen Rückendrittels.

Ein Muskel, der über viele Stunden pausenlos arbeitet verbraucht jede Menge Sauerstoff und Nährstoffe. Im Gegenzug produziert er Schlacken und CO2. Da der Muskel angespannt ist, werden seine Blutgefäße derart komprimiert, dass er seine Schlacken und das CO2 nur ungenügend abtransportieren kann. Die Schlacken beginnen sich im Muskel an bevorzugten Stellen anzureichern und die Stoffwechsellage im Muskel ist nun deutlich sauer.

Wenn ein bestimmter Grad an Verschlackung erreicht ist, beginnt der Körper die verschlackten Areale mit Bindegewebe zu ummanteln, um die toxische Wirkung zu verringern. Aus dem bisherigen Triggerpunkt wird dadurch eine Myogelose, die als knotenartige Verhärtung deutlich tastbar ist.

Diese Verdickung erzeugt im Muskel nun noch mehr Spannung und treibt den pathologischen Prozess weiter voran. Über die Muskelfasern und das Fasziensystem (Faszie = bindegewebige Umhüllung von Muskeln und Organen) wird die Spannung zu entfernteren Arealen weitergeleitet. Jetzt spürt man auch dort Schmerzen, wie z.B. Kopfschmerz durch Triggerpunkte im Schulter-Nacken – Bereich oder Kreuzschmerzen durch Triggerpunkte in der Wadenmuskulatur.

Behandlung

Triggerpunkte behandelt man durch sanften Druck mit den Fingern. Der Druck regt die Durchblutung im Bereich des Punktes und im Muskel an, wodurch sich Entspannung einstellt. Der Patient fühlt sich freier und leichter.

Da sich meistens bereits ein Schmerzgedächtnis im Gehirn gebildet hat, muss die Behandlung eine gewisse Zeit lang regelmäßig (Wochenabstand) wiederholt werden.


Je länger die Beschwerden bestehen, um so länger dauert die Therapie. Als Faustregel gilt: pro Monat (mit Beschwerden) je eine Behandlung.

NMT lässt sich gut mit anderen Therapieverfahren kombinieren (Akkupunktur, Craniosacrale Osteopathie, Biovalente Manual Therapie, Fußreflexzonentherapie u.v.m.)